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Verlagsgeschichte

Verlagsgeschichte

Laufenburg-Schell

Ich (Gregor Christian Schell, Jahrgang 1957) habe 1976 die ersten kleinen Gedichtbände veröffentlicht und eine Kunstzeitschrift herausgegeben: "Zwiebelzwerg Zeitung für Kunst und Soziales". Damit war der Verlag geboren. Schon bald lernte ich Heike Laufenburg (Jahrgang 1961) kennen., Nach einiger Zeit wurde aus meinem privaten Kleinverlag mit anderen Menschen zusammen eine Gmbh, gegründet. In erster Linie wurden Zeitschriften veröffentlicht: Noch wenige Nummern Kunstzeitschrift, dann wurde diese aufgegeben. Es folgte "Caspar, Zeitung für Frieden mit Kindern", eine Zeitschrift für das Zusammenleben älterer und jüngerer Menschen, die sich mit Pädagogik und Psychologie beschäftigte.
Eine "Düsseldorfer Musikzeitung" mit mehreren tausend Exemplaren Auflage folgte und wurde längere Zeit dort verlegt. Gleichzeitig wurden verschiedene Buchprojekte gestartet und laufend einige Bücher veröffentlicht.
In diesem Verlag arbeitete Heike Laufenburg während der Schulzeit schon als Redakteurin der Zeitschrift "Caspar" mit, ich selbst war für Vertrieb, Buchhaltung & Druckerei verantwortlich.
Zwischen 1979 und 1984 wurde so der Versuch gemacht, einen ordentlichen Verlag auf die Beine zu stellen und eine Firma am Leben zu halten, in der zwischen 5 und 8 Mitarbeiter/innen gleichberechtigt tätig sein könnten. Ich selbst habe in dieser Zeit neben der Arbeit Germanistik, Philosophie & Pädagogik studiert und irgendwann auch aufgrund meiner Tätigkeit eine externe Prüfung als Buchhändler mit Schwerpunkt Verlagswesen vor Industrie- und Handelskammer abgelegt, meine Ausbildergenehmigung gemacht. Heike Laufenburg lernte nach ihrem Abitur und der Erzieherinausbildung den Beruf der Lektorin im Verlagswesen.
Am 2. Weihnachtstag 1984 kündigte der andere Gesellschafter überraschend den Gesellschaftervertrag mit mir, so daß die GmbH aufgelöst werden mußte.
Heike Laufenburg und ich überlegten lange, beschlossen dann, alle Buchrechte. Verlagsnamen und Ausrüstung zu übernehmen und einen Neuanfang mit eigenem Konzept zu wagen. Dieses Konzept hatte zwei grundlegende Ziele: Zum einen war es uns wichtig, die Bücher in fairer Zusammenarbeit mit Autor/inn/en zu erstellen, dabei so weit wie möglich auf Wünsche und Anregungen eingehen zu können und Bücher herzustellen, die so sind, wie sich die Autor/inn/en ihr Buch vorstellen. Zum anderen sollte der Verlag unter allen Umständen dazu befähigt werden, langfristig zu arbeiten; er soll uns in unserem Leben und unserer Entwicklung begleiten, aber gleichzeitig allen irgendwie beteiligten und mitarbeitenden Menschen die Sicherheit geben, daß es nicht um kurzfristige Projekte geht, sondern daß Arbeiten auf Dauer gut aufgehoben sind. Um den Buchhandel besser als aus Vertriebssicht kennenzulernen, reisten wir beide noch zwei bis drei Jahre als Verlagsvertreter durch die Buchhandlungen in NRW.
Wir veröffentlichten 1985 noch Bücher, die in der GmbH, vorbereitet worden waren, im folgenden Jahr dann die ersten unserer Bücher: Anfangs waren es nur wenige Bücher pro Jahr - in den letzten Jahren hat sich die Produktion bei 20 bis 25 Büchern im Jahr eingependelt.

Verlagseingang 1996

1989 verlegten wir den Verlagssitz von Düsseldorf nach Willebadessen. Der Hauptgrund waren die hohen Kosten in der Stadt und die Schwierigkeit, große Räume zu bekommen. Auch wollten wir auf Dauer eine Familie gründen und fanden, dass Kinder auf dem Land besser aufwachsen können, eine größere Sicherheit und ein schöneres Leben haben. Die Ortsauswahl erfolgte unter anderem, weil die Druckerei, mit der wir eine Zusammenarbeit begonnen hatten, in der Nähe von Paderborn lag.
Mehrere Jahre arbeiteten wir in Räumen, die wir im Schloß in Willebadessen angemietet hatten. Dort entstanden sehr viele Bücher und dort hat Heike Laufenburg auch unser Verlagslogo entworfen.
Neun Jahre lang pendelten wir zwischen Ostwestfalen und Düsseldorf, bis wir endgültig alle Privatwohnungen, Vertriebs- und Verlagsräume in einem alten, 550m2 großen Hotel unterbringen konnten.
Im ersten Stock ist eine komplette Wohnung aus dem alten Pensionsbereich entstanden, die sich um einen Grundofen (Kachelofen durch drei Raumbereiche geführt) gruppiert. Im ausgebauten Dachgeschoß ist das Büro von Heike Laufenburg sowie Besprechungszimmer. Im Erdgeschoß liegt im ehemaligen "Jägerzimmer" mein Büro; daneben die ehemalige Kneipe, durch Glastüren vom Büro unterteilt. Hier werden in Zukunft in einer Art Ausstellungsraum die gebundenen Bücher lagern. Die alte Kneipentheke von 5 Metern, gemauert und mit holländischen Kacheln geschmückt, haben wir stehen lassen und zu einer Packtheke umfunktioniert. Dort werden die bestellten Bücher gepackt. Sie können dann direkt durch die Kneipentür ebenerdig in den Transporter geladen werden. Hinter der Theke ist der Eingang in einen großen Raum der der Kneipe früher den Namen gegeben hat: "Blaue Grotte". Diese "Grotte" ist ein fensterloser Raum, in dem in den frühen 50ern getanzt wurde (bei Kerzenlicht!). Wir lagern hier in langen Schwerlastregalen die ungebundenen Bücher. Die Lagergröße ist so berechnet, daß wir die nächsten Jahre keine Probleme bekommen werden, was das Lager betrifft.
Dies ist der Grund, weshalb wir an dem Grundsatz festhalten, keine Bücher aus dem Programm zu nehmen. Wir könnten Bücher, die weniger verkauft wurden, zwar irgendwann makulieren oder auf Wunsch der Autorinnen oder Autoren verramschen, aber: Das Verramschen von Büchern bringt weder den Autorinnen und Autoren noch uns einen Gewinn. Bei einem Verkaufspreis von unter l,- pro Buch, meist sogar weit unter 50 Pfennige, ist das nicht lohnenswert. Davon abgesehen, daß Bücher unbekannterer Autorinnen und Autoren von solchen Großbuchhandlungen nicht gekauft werden, weil der Gewinn durch die Verramschung nicht garantiert ist.
Eine Makulierung ist nicht nötig, weil der Platz da ist. Es wäre auch nicht richtig, weil wir immer wieder erleben, daß bei Büchern, von denen über Jahre so gut wie nichts verkauft wurde, eine plötzliche Nachfrage entsteht. Selbst wenn in einem Jahr dann nur überraschend z.B. 30 oder 40 Bücher verkauft würden, lohnt sich dafür die Lagerhaltung.
Denn die Bücher, die wir machen, werden ja nicht unaktuell Es ist eine Unart, daß Bücher im deutschen Handel nur im Jahr ihres Erscheinens wichtig genommen werden. Ein guter Gedichtband oder ein schönes Märchenbuch sind nach Jahren noch genauso aktuell, wie direkt nach Erscheinen!
Hinter dem Lagerraum ist der ehemalige Speisesaal für rund 40-60 Gäste, ein großer Anbau (über dem die Terrasse liegt). Die hintere Front ist komplett mit großen Fenstern ausgestattet, welche auf unseren Garten und die dahinterliegenden Wiesen mit einem kleinen Bach im Tal, gehen. In diesem Raum wird demnächst die Verlagsbibliothek eingerichtet werden. Wir sammeln sehr viele private Bücher, aber auch die aus dem Verlag stammenden Titel finden Platz, es wird dort eine Sitzecke für Gespräche in gemütlicher Stimmung sein, aber auch Tischplatz für ein gemeinsames Kaffeetrinken.

 

Zwiebelzwerg im Spar

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