|
Am 1. Juni 1957 wurde Gregor Schell in Düsseldorf geboren, Heike Laufenburg kam dort am 17. Mai 1961 zur Welt. Noch vor dem Abitur gründete Gregor Schell Anfang 1977 den
Zwiebelzwerg Verlag und wurde Herausgeber einer Kunstzeitschrift. Mitte 1977 lernten sich beide durch eine Finland-Reise kennen und arbeiteten seit Anfang 1980 gemeinsam als Redakteure und Gregor Schell
als Herausgeber von CASPAR -Zeitung für Frieden mit Kindern. CASPAR wollte Überlegungen der Antipädagogik und die Tendenzen der damals gerade beginnenden Kinderrechtsbewegung der Öffentlichkeit
vorstellen. CASPAR wollte eine gleichberechtigte Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen; daraus ergaben sich natürlich auch andere Forderungen für Kinder, wie z.B. das Wahlrecht, die freie
Meinungsäußerung, Recht auf Privatleben auch innerhalb der Familie. Da Heike Laufenburg & Gregor Schell gemerkt hatten, daß sich alleine durch Forderungen in einer Zeitschrift und in einem einzelnen
Buch nicht viel ändern kann, war die logische Konsequenz, auch mit politischen Gruppen zusammen zu arbeiten. Da sowieso schon Kontakte zur Alternativen Liste in Düsseldorf bestanden, arbeiteten sie recht
eng mit einer Gruppe um Josef Beuys zusammen an der FIU (Free international University), die sich mit Kunst, Kommunikationswegen und mitmenschlichen Kontakten beschäftigte und bei der Gründung der Grünen
auf Landes- und Bundesebene engagiert war. Gleichzeitig erreichten sie bei der grün-alternativen Liste (die es kurzzeitig gab) und bei den Grünen in Düsseldorf, die Punkte "Kinderrechte" ins
Programm und ins Bewußtsein zu bringen. Das waren in den Anfängen noch kleine gemütliche Treffen, Sonntagvormittags im Cafe "Grüner Mond" oder in der Kunstakademie in Düsseldorf. 1981 machte
Heike Laufenburg Abitur und schloß die Ausbildung als Erzieherin ab. Bis 1983 studierte Gregor Schell Germanistik, Philosophie und Pädagogik und legte extern die Prüfung zum Verlagsbuchhändler ab.
Seit Ende 1984 machen beide alleine den Zwiebelzwerg Verlag, Heike Laufenburg arbeitet als Lektorin und Illustratorin, Gregor Schell ist als Verleger zuständig. 1985 wurde der Roman
"Tohuwabohus tanzen im Kopf" in wenigen Tagen in Griechenland geschrieben und kurz nach seinem Erscheinen von der Deutschen Blindenstudienanstalt in einer Sonderauflage in Blindenschrift
veröffentlicht.
|